Lohn & Leben

Die Löhne in der Schweiz gehören zu den höchsten der Welt. Es gibt zwar keinen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn, in vielen Branchen bestehen jedoch Gesamtarbeitsverträge (GAV), in denen Mindestlöhne in einzelnen Berufen festgelegt sind.
Nicht nur die Löhne, sondern auch die Lebenskosten in der Schweiz gehören zu den höchsten der Welt. Einen Eindruck von den lokalen Preisen für Nahrungsmittel, Unterhalt, Wohnen, öffentliche Verkehrsmittel usw. verschaffen Sie sich am besten gleich vor Ort.

Lohnrechner

Möchten Sie wissen, wieviel Sie etwa verdienen werden? Der Lohnrechner des Schweizerischen Gewerkschftsbundes (SGB) (Link unten) liefert Ihnen eine erste Einschätzung.

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Krankenkasse

In der Schweiz ist eine Krankenversicherung für alle obligatorisch. Die monatlichen Kosten variieren sehr stark je nach Versicherung, Alter, Region, Versicherungsmodell usw. Auf www.comparis.ch/krankenkassen (Link unten) erhalten Sie einen Prämienvergleich der verschiedenen Krankenversicherungen in Ihrer Wunschregion.

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Steuern

Die Steuersätze in den einzelnen Kantonen der Schweiz variieren stark. Einkommens- und Vermögenssteuern werden alljährlich mithilfe einer durch den Steuerpflichtigen auszufüllenden Steuererklärung berechnet. Ausländische Arbeitnehmer ohne Niederlassung C, jedoch mit steuerrechtlichem Wohnsitz in der Schweiz, müssen keine Steuererklärung ausfüllen. Die Steuern werden bei ihnen direkt vom Lohn abgezogen (Quellensteuer). Mit dem Quellensteuerrechner von Comparis können aktuelle Tarife berechnet werden: comparis Quellensteuerrechner (Link unten) Weitere Infos zum Thema Leben und Arbeiten in der Schweiz finden Sie in den Broschüren für Arbeitnehmende vom Bundesamt für Migration und EURES.

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Mobilität

Öffentliche Verkehrsmittel (ÖV)

Die Schweiz verfügt über ein sehr gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln, welches auch für Personen ohne Auto und Führerausweis optimale Mobilität gewährleistet. Neben Monats- und Jahresabonnements für regionale Verkehrsbetriebe lohnt sich bei regelmässigen Reisen mit dem Zug das Halbtax-Abonnement (1 Jahr: CHF 185.-), mit welchem Tickets für Tram, Bus und Bahnen zum halben Preis gekauft werden können. Bei täglichen Zugfahrten empfiehlt sich das Generalabonnement (GA), welches freie Fahrt mit Tram, Bus, Bahn und Schiff auf dem gesamten öffentlichen Verkehrsnetz bietet. Die Kosten für das GA betragen CHF 3860.- (2. Klasse) respektive CHF 6300.- (1. Klasse) pro Jahr. Aktuelle Preise der Halbtax- und Generalabonnements, sowie Fahrpläne finden Sie auf www.sbb.ch (Link unten).

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Strassenverkehr

In der Schweiz herrscht Rechtsverkehr. Die gesetzliche Höchstgeschwindigkeit beträgt innerorts 50 km/h, ausserorts 80 km/h und auf Autobahnen 120 km/h. Die Höchstgrenze für das Fahren mit Alkohol am Steuer beträgt 0.5 Promille, für Neulenker und Berufschauffeure gilt seit 2014 ein totales Alkoholverbot (<= 0.1 Promille). Für die Benützung von Autobahnen ist eine Autobahnvignette (kleiner Aufkleber) obligatorisch. Diese kostet CHF 40.- und ist vom 01.12. vor bis am 31.01. nach dem aufgedruckten Jahr gültig.

Bewilligungen

Ob Sie eine Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung benötigen hängt davon ab, wie lange Sie in der Schweiz arbeiten:

Meldeverfahren

Pro Kalenderjahr können EU-Bürger für drei Monate ohne Aufenthaltsbewilligung arbeiten. Ihr Personalberater muss Sie einfach vor dem Stellenantritt beim kantonalen Amt für Migration anmelden (IMES-Meldung). Haben Sie vor, länger in der Schweiz zu bleiben, muss eine der folgenden Aufenthaltsbewilligungen bei der Gemeinde oder dem kantonalen Amt für Migration beantragt werden. Es wird zwischen den folgenden Aufenthaltsbewilligungen unterschieden:

Grenzgängerbewilligung (Ausweis G)

Bedingung: Die Grenzgänger sowie die Wochenaufenthalter müssen mindestens ein Mal pro Woche an ihren ausländischen Hauptwohnsitz zurückkehren.

Kurzaufenthaltsbewilligung (Ausweis L)

Kurzaufenthalter sind AusländerInnen, die sich befristet, in der Regel für weniger als ein Jahr, für einen bestimmten Aufenthaltszweck mit oder ohne Erwerbstätigkeit in der Schweiz aufhalten.

Aufenthaltsbewilligung (Ausweis B)

Hat eine Gültigkeitsdauer von fünf Jahren und wird erteilt, wenn der EU/EFTA-Bürger den Nachweis einer unbefristeten oder auf mindestens 365 Tage befristeten Anstellung erbringt.

Niederlassungsbewilligung (Ausweis C)

Wird erst nach einer Aufenthaltsdauer von fünf oder zehn Jahren gewährt.

Einbürgerung

Gut beleumundete, in der Schweiz eingegliederte und mit den hiesigen Verhältnissen vertraute AusländerInnen müssen in der Regel 12 Jahre in der Schweiz gewohnt haben, bis sie die Einbürgerung beantragen können. Die in der Schweiz zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr verbrachten Jahre zählen doppelt.

Suche & Bewerbung

Im europäischen Vergleich weist die Schweiz mit 3.1% (Stand Oktober 2014) eine sehr niedrige Arbeitslosenquote auf. Daher liegt es auf der Hand, dass Sie als qualifizierte Arbeitskraft mit offenen Armen empfangen werden.

Stellenvermittlung

Eine einfache und zeitsparende Möglichkeit, um als ausländische Fachkraft in der Schweiz eine Stelle zu finden, ist, sich bei einer Stellenvermittlung zu melden. Achten Sie dabei darauf, dass Sie sich an eine Firma wenden, die auf Ihren Bereich spezialisiert ist und senden Sie Ihre Bewerbung nicht an zu viele Vermittler. Wie Sie unserer Website entnehmen können, sind wir Spezialisten in den Bereichen Bau, Handwerk, Sales & Marketing, Industrie und Informatik und haben auch eine Abteilung, die auf die Vermittlung von Stellen im Gesundheitswesen spezialisiert ist. Sollten Sie sich für diesen Weg entscheiden, stehen wir Ihnen mit unserem Fachwissen und unseren Kontakten gerne zur Seite.

Bewerbungstipps

Einige Tipps zur Bewerbung, vom Lebenslauf bis zum Vorstellungsgespräch haben wir für Sie zusammen gestellt.

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Diplome

Während manche Berufe (z. B. die meisten Handwerks- und Bauberufe) mit einem ausländischen Diplom ohne Weiteres ausgeübt werden können, ist bei anderen (z. B. Berufe im Gesundheitswesen) eine Anerkennung durch die hiesigen Behörden erforderlich.

Diplome allgemein

Hier finden Sie hilfreiche Informationen zur Anerkennung ausländischer Diplome:

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Pflegeberufe

Anerkennung von Pflegeberufen

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Medizin

Anerkennung von Medizinberufen

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Versicherung

Jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz muss sich innert drei Monaten nach der Wohnsitznahme oder der Geburt in der Schweiz gegen Krankheit versichern. Die Versicherungspolice muss der Gemeinde vorgelegt werden. Wer dies nicht innert der Frist von drei Monaten macht, kann von der Gemeinde bei einem Schweizer Krankenversicherer zwangsversichert werden. Die Krankenversicherung ist frei wählbar und die Prämien werden vom Versicherten alleine getragen. Die Prämienhöhe ist je nach Krankenkasse unterschiedlich und vom Wohnort, Alter und Geschlecht des Versicherten sowie von der gewählten Franchise (eine Art Selbstbehalt) abhängig.